Aug 16, 2022Health

B2B: Forschung, Design-System und Interface-Design für ARDS-Monitor geleitet, der jährlich 2 Mio. Leben rettet

Gideon Awolesi

Gideon Awolesi

UX Designer

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Über das Projekt

Projektübersicht

  1. Rolle: Senior Product Designer bei Bayer (über 10 Jahre UX-Erfahrung)
  2. Lösung: ICU Angel – ein Hybridsystem, das ein ARDS-Medikament mit einer digitalen Überwachungsplattform kombiniert
  3. Ziel: Echtzeit-Überwachung von Vitalwerten, Krankheitsverlauf und Medikamentenwirksamkeit für Personen bereitstellen, die am akuten Atemnotsyndrom (ARDS) leiden

Meine Aufgabe war es, eine digitale Lösung zu entwerfen, später ICU Angel genannt, die sich nahtlos in ein neues ARDS-Medikament integriert. Meine Verantwortung war zweifach:

Eine benutzerfreundliche Oberfläche schaffen, die es Ärzten und Pflegekräften ermöglicht, den Krankheitsverlauf und die Medikamentenwirksamkeit in Echtzeit zu überwachen.

Prüfärzte mit aggregierten Datenerkenntnissen unterstützen, die Forschung und Behandlungsprotokolle verbessern können.

Nutzerforschung & Erkenntnisse

  1. Interviews: Gespräche mit ICU-Ärzten und -Pflegekräften, um alltägliche Schmerzpunkte im ARDS-Management aufzudecken.
  2. Beobachtung: Eingebettete Sitzungen in echten ICU-Umgebungen, Kartierung bestehender Arbeitsabläufe und Identifizierung von Ineffizienzen.
  3. Umfragen: An eine breitere Gruppe von ICU-Personal verteilt, um quantitative Daten zu Alarmmüdigkeit, wahrgenommener Systemnutzbarkeit und Medikamenten-Compliance zu sammeln.
  4. Wireframe-Tests: Frühe Tests mit einer Pilotgruppe, um zu bestätigen, dass wir die wesentlichen Anforderungen erfüllten und die kritischen User Journeys adressierten.

Konzeptualisierung

Aufbauend auf der Nutzerforschung stellten wir uns ICU Angel als einheitliche Oberfläche vor, die:

Den ARDS-Verlauf mithilfe algorithmischer Diagramme verfolgt.

Medizinisches Fachpersonal in Echtzeit über kritische Veränderungen alarmiert.

Sich nahtlos in bestehende Krankenhaussysteme integriert, um Patientendaten automatisch zu befüllen.

Wireframing

Wir erstellten Low-Fidelity-Skizzen, die Folgendes umrissen:

  1. Stufenbasierte Visualisierungen: Jede ARDS-Stufe (gefährdet, schwer usw.) ist zur schnellen Erkennung farblich kodiert.
  2. Alarm-Management: Ein hierarchisches System, das dringende Alarme in den Vordergrund stellt und Alarmmüdigkeit minimiert.
  3. Medikamenten-Tracking: Ein eigener Bereich zur Ansicht von Verabreichungszeiten und Dosierungen.

Prototyping & Nutzer-Feedback-Schleife

Als Nächstes entwickelten wir interaktive Prototypen, um die Kern-Workflows zu simulieren, von der Aufnahme und Medikamentenplanung bis zur Echtzeit-Überwachung der Vitalwerte.

  1. Praktische Tests: ICU-Personal und Prüfärzte testeten diese Prototypen in strukturierten Sitzungen.
  2. Zentrales Feedback: Ärzte wünschten sich anpassbare Alarmschwellen , Pflegekräfte baten um einfachere Dateneingabeformulare, und IT-Mitarbeiter plädierten für robuste Datensicherheitskonzepte.

Kontext & Problemstellung

ARDS ist ein lebensbedrohlicher Zustand auf Intensivstationen (ICUs), der schnelle, fundierte Interventionen erfordert. Doch vielen Krankenhäusern fehlt ein einheitliches Echtzeit-Patientenüberwachungssystem, das sich nahtlos mit der ARDS-Pharmakotherapie verzahnt.

Zentrale Herausforderungen

  1. Fragmentierte Überwachung: Keine einzelne Plattform bot eine konsolidierte Sicht auf Vitalwerte, Krankheitsstadium und Medikamentenwirksamkeit.
  2. Dateninkonsistenzen: Pflegekräfte und Ärzte navigierten durch mehrere Systeme, um Veränderungen des Patientenzustands zu verfolgen – was ihre Reaktionszeit verlangsamte.
  3. Begrenzte Forschungserkenntnisse: Prüfärzte hatten Mühe, breitere Behandlungsergebnisse über verschiedene Patientenpopulationen hinweg ohne einheitliche Daten zu analysieren.

Stakeholder-Analyse: Für wen wir gestalten

Ärzte

  1. Bedarf: Eine zuverlässige, datengestützte Möglichkeit, den ARDS-Verlauf zu überwachen und Behandlungen zügig anzupassen.
  2. Schmerzpunkt: Überwältigende Menge an Patientendaten, wobei kritische Veränderungen oft verborgen bleiben oder verzögert werden.

Pflegekräfte

  1. Bedarf: Eine intuitive Oberfläche, die sich in die täglichen Arbeitsabläufe integriert und zusätzliche Schritte minimiert.
  2. Schmerzpunkt: Alarmmüdigkeit und umständliche Dateneingabe, die von der Patientenversorgung ablenkt.

Prüfärzte

  1. Bedarf: Ein skalierbares Datenrepository, um die Medikamentenwirksamkeit über verschiedene ARDS-Stadien und Patientendemografien hinweg zu verfolgen.
  2. Schmerzpunkt: Uneinheitliche Datenquellen, die groß angelegte klinische Analysen ineffizient und fehleranfällig machen.

Impact-Kennzahlen & Ergebnisse

Umfragen und Nutzungsdaten nach der Implementierung ergaben:

Schnellere Reaktionszeiten

40 % Reduktion der durchschnittlichen Reaktionszeit auf kritische Patientenalarme.

Analyse: Visuelle Echtzeit-Hinweise halfen Teams, Interventionen effektiver zu priorisieren.

Effizienzgewinne

30 % Steigerung der Gesamteffizienz bei Patientenüberwachungsaufgaben.

Erkenntnis: Durch die Vereinheitlichung der Daten in einem einzigen Dashboard verbrachten Pflegekräfte und Ärzte weniger Zeit mit dem Wechsel zwischen mehreren Systemen.

Verbesserte Patientenergebnisse

20 % Rückgang unerwünschter ARDS-Ereignisse in den überwachten ICUs.

Bedeutung: Rechtzeitige Alarme und höhere Datengenauigkeit sorgten für eine frühere Erkennung möglicher Komplikationen.